Adaptive Radiation
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Unter Adaptive Radiation versteht man die Aufspaltung einer Ausgangsart in viele neue Arten, welche sich in manchen Punkten unterscheiden. Dazu müssen viele ökologische Nischen als Lebensraum gegeben sein, damit sich die aufspaltende Arten an ihre Umgebung anpassen. Zusätzlich spielen die zufällige Mutationen eine wichtige Rolle.
Ablauf
Bedingungen der Adaptiven Radiation:
- Neu besiedeltes Gebiet muss reichlich an unterschiedlicher Nahrung sein und es dürfen keine Konkurrenten vorhanden sein.
- Vorhandensein einer geographischen Isolation wie sie z.B. durch eine große Inselgruppe gegeben ist.
Ablauf
Besiedelt eine Stammart ein Gebiet mit geographisch isolierten Lebensräumen (Inselgruppen), die durch unterschiedliche ökologische Bedingungen geprägt sein können, bilden sich im Laufe der Zeit in den ihnen möglichen Lebensräumen stabile Populationen heraus. Diese sind durch Selektionen voneinander getrennt und werden unterschiedlich an ihre jeweiligen Lebensräume angepasst, so dass es zu Unterschieden gegenüber den jeweils anderen Populationen kommt. Nach einiger Zeit entstehen zwischen den Populationen Fortpflanzungsbarrieren und damit neue Arten. Hinzukommende Konkurrenz kann dabei zusätzliche Unterschiede und Spezialisierungen einer Art verstärken.
Beispiel
Beispiel: Auf dem Galapagosarchipel existiert eine Inselgruppe mit 13 Finkenarten, die nur dort vorkommen. Wahrscheinlich flog eine Stammart des Darwinfinkens auf die Inselgruppe und diese konnte die freien ökologischen Nischen zur Ausbreitung nutzen. Da auf den Inseln keine anderen Vögel vorkamen, konnte sich die Finkenart stark ausbreiten und an die Nische anpassen. Da Überbevölkerung drohte und die angepassten Finken viel bessere Überlebenschancen hatten als die Urart, flog eine Population der Urart zur nächsten Insel der Gruppe. Diese Urarten sind nun zu den anderen Urarten auf der ersten Insel geographisch isoliert. Zusätzlich war eine neue ökologische Nische vorhanden und somit spaltete sich die Urart zu einer weiteren neuen Art. Dieser Vorgang wiederholte sich mehrmals, da die neu gespaltende Art wieder besser angepasst war, als die Urart und somit war die Urart gezwungen eine neue Insel zu besiedeln usw.
Beispiele der Aufspaltung:
- Einige Darwinsfinken sind klein, fressen Insekten und finden ihre Nahrungsquelle auf Bäumen.
- Andere Darwinsfinken sind groß, fressen Pflanzen und finden ihre Nahrungsquelle bei Kakteen oder auf dem Boden.
- Unter diesen Darwinsfinken gibt es noch verschiedene Finken, die unterschiedliche Größen und Schnäbel besitzen. Manche von ihnen sind nur auf bestimmten Inseln zu finden -> Wahrscheinlich wegen der Anpassung an spezielle Insekten oder Kakteen.
