Althochdeutsche Literatur
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Als althochdeutsche Literatur wird seit Jacob Grimms Deutscher Grammatik die älteste Periode hochdeutscher Literatur bezeichnet. (ca. 750-1050 n.ch.)
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Kurze Hintergrundinformationen
Anfänglich ist die deutsche Literatur alles andere als eine einheitliche Literatur, vielmehr vereinen sich in ihr sehr viele verschiedene Sprachen. Allerdings wurde das Lateinische als "Hochsprache" aller germanischen Stämme angesehen. Mit der Regierungsperiode Karl des Grossen (747-818) halten auch die ersten althochdeutschen Texte Einzug in die Geschichte. Im 8. Jahrhundert eroberte Karl der Grosse, durch seine Taktik der berittenen Krieger, weite Teile Germaniens, bis das sich Frankreich von der Atlantikküste bis zur Elbe im Osten erstreckte. Karl der Große reformierte ebenfalls die lateinische Schrift (karolingische Minuskel) und ließ im Land "Schreibstuben", so genannte Scriptorien errichten, in denen Bücher und andere Texte bzw. Dokumente handschriftlich vervielfältigt wurden. Am Hof des Kaisers wurde zudem eine Akademie gegründet, wodurch eine große Bibliothek entstand. Um die Christianisierung voran zu treiben ließ Karl der Grosse lateinische Texte ins germanische übersetzten, es ist d.h. auch nicht verwunderlich das die meisten älteren Texte Übersetzung des Glaubensbekenntnisses, des Vaterunser's und der Beichtformeln sind. (Sowie Glossare, d.h. Wörterverzeichnisse) Mit der Regierungsperiode Ludwigs der Fromme wurden einige der Heldenlieder, die auf Befehl Karl des Grossen angefertigt wurden vernichtet. Durch den Vertrag von Verdun im Jahre 843 wird zugleich die Teilung Frankreichs in die deutsche und französische Nation eingeleitet. Später entwickelt sich, auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands, auch ein typischer Dialekt der sich in hochdeutscher und niederdeutscher Dialekt differenzieren lässt. (Dies hält bis heute an)
Althochdeutsche Dichtung
Die althochdeutschen Schriften wurden ursprünglich für die Menschen des Mittelalters erstellt, die der lateinischen Sprache nicht mächtig waren. Die erste schriftliche Überlieferung der hochdeutschen Dichtung stammt aus den Jahren 764/772, (eine genauere Angabe ist nicht möglich) es handelt sich dabei um eine deutsche Bearbeitung einer lateinischen Synonymensammlung, mit dem Titel "Abrogans". (vlg. erstes Stichwort) Allerdings ist der "Arogans" nicht das erste literarische Werk althochdeutscher Dichtung, weil damals die Literatur mündlich weitergegeben wurde. Trotzdem werden standardisiert die Jahre 764/772 als Beginn der althochdeutschen Literatur angesehen. (Weil Literatur nach heutigem Verständnis etwas schriftliches ist) Typische althochdeutsche Gedichte basieren auf dem Stabreimprinzip, (Die ersten sind jedoch noch Germanisch geprägt) einige dieser Gedichte sind: "Wessobrunner Gebet" (8 Jahrhundert), "Mûspilli" (9. Jahrhundert), "Meserburger Zaubersprüche" (1. Millennium). Desweiteren unterscheiden sich die Gedichte in ihrer Gattung.
Im 9. Jahrhundert kommt es durch die Reichsteilung 870 im fränkischen Reich zu einer sprachlichen Differenzierung, es bildet sich das "deutsche" und "französische" Sprachgefühl.
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Das Heldenlied
In der Frühgeschichte der deutschen Literatur war das Heldenlied eine epische balladeske, eine mündlich vorgetragene Dichtung. Mit der Verschriftung der Literatur wird das Heldenlied als kleinere Form der Heldendichtung miteinbezogen und besteht zumeist aus Episoden, die vom Leben der Heldengestalten erzählen. (z.B. Hildebrandslied)
Siehe auch
Epochen der Deutschen Literatur
Gattungen Deutscher Literatur
