Belastungsfaktoren der Weimarer Republik

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Dieser Artikel ist für den Grundkurs und Leistungskurs relevant.

Die Weimarer Republik wurde von vielen Faktoren aus belastet und hatte somit einen schweren Start.

Inhaltsverzeichnis

Krise zwischen Arbeiterparteien (SPD u. KPD)

Siehe auch den Hauptartikel Spaltung der Arbeiterpartei

Aus der SPD spaltete sich zwei Parteien: MSPD und USPD. Die MSPD war reformerisch geprägt, lehnten eine Revolution ab und wollten eine parlamentarische Demokratie. Die USPD wollten eine Revolution sowie ein Rätesytem nach russischen Vorbild.

Oktober 1918 wird Deutschland durch eine Reform von Max von Baden zur parlamentarischen Demokratie. Die MSPD ist mehrheitlich mit diesem Verlauf zufrieden, allerdings forderte der Spartakusbund (später KPD) eine sozialistische Republik. Diese wollen sie mit Hilfe einer sozialistischen Revolution erreichen.

Die Folge dieser verschiedenen Ansichten war der Spartakusaufstand am Januar 1919. Die MSPD verbündete sich mit dem Militär und zwang die Niederschlagung dieses Aufstandes. Dieser blutige Niederschlag des Aufstandes gilt als Grund der starken Feindschaft zwischen der MSPD und KPD und wird sogar als einer von vielen Gründen für die Machtergreifung Hitlers genannt.

Denn während der Kanzlerschaft Hitlers haben sich beide Parteien miteinander bekriegt, statt sich auf die NSDAP zu konzentrieren.

Scham des Versailler Vertrag

Siehe auch auch den Hauptartikel Folgen des Versailler Vertrages

Nach der Niederlage von Deutschland fühlte sich das Volk gedemütigt, weil sie plötzlich für schuldig befunden wurden, obwohl ihre Regierung ihnen gesagt hat, dass der Krieg nur ein Verteidigungskrieg sei. Die Unterzeichnung des Vertrages wird der Weimarer Republik zur Last gelegt und somit hatte sie schon in ihren Anfangsjahren kein gutes Bild vom Volk.

Die Dolchstoßlegende verstärkte das schlechte Bild von der Weimarer Republik. Laut der Dolchstoßlegende hätte das Heer den ersten Weltkrieg gewonnen, aber die Regierung hat die Wehrmacht verraten. Diese Legende wurde ebenfalls der Weimarer Republik zur Last gelegt.

Strukturen der Weimarer Verfassung

Siehe auch den Hauptartikel Probleme der Weimarer Verfassung

Die sehr starke demokratische Verfassung birgte allerdings viele Gefahren, die bei der Ausnutzung dieser Fehler, eine Diktatur errichten konnten.

Der Reichspräsident besaß eine sehr große Machtfülle:

  • Artikel 25: Reichspräsident konnte den Reichstag auflösen
  • Artikel 53: Ernennung / Entlassung des Reichskanzlers
  • Artikel 48: Notstandsverordnungsrecht: Reichspräsident konnte ohne den Reichstag Gesetze erlassen
  • Reichspräsident hatte das Oberkommando über die Wehrmacht

Das Fehlen einer Prozentklausel brachte sehr viele Parteien in den Reichstag und damit war die Bildung von Regierungen erschwert. Desweiteren stand die Gesetzerlassung vor einem starken Interessenkonflikt.

Die Verfassung hatte keinen Schutz vor der Aussetzung der Grundrechte sowie Menschenrechte. Die Verfassung konnte somit ausgeschaltet werden und die Demokratie hintergangen werden.

Diese Fehler wurden ausgenutzt um die Präsidialdiktatur zu errichten.

Weltwirtschaftskrise

Siehe auch den Hauptartikel Weltwirtschaftskrise

Am 24.10.1929 beginnt die Weltwirtschaftskrise mit dem Brösencrash an der New Yorker Börse. Dies wird auch als Schwarzer Freitag bezeichnet. Massenarbeitslosigkeit und Armut waren die Folge. Viele Menschen verhungerten sogar.

Die Deutschen bezahlten ihre Reperationzahlungen an die Siegermächte mit Krediten aus den USA. Nun fordertere die USA überall auf der Welt ihre Kredite zurück.

Seit der Weltwirtschaftskrise fanden die radikalen bzw. antidemokratischen Parteien starken Zulauf und die NSDAP verbesserte sich am 14.09.1930 von 2,6% auf 18,3% der Stimmen.

Die Deflationspolitik von Brüning und Inflation verschlimmerten die Situation.

Antidemokratisches Denken der Bevölkerung

Siehe auch den Hauptartikel Ausgangslage der Weimarer Republik

Die Weimarer Republik wurde von der KPD, den Konserativen und von dem rechten Teil des Bürgertums abgelehnt. Es gab nur Anhänger bei der SPD und einige Teile des Bürgertums. Damit wurde die Republik nur "hingenommen" aber nicht "angenommen". Damit hatte die Republik schlechte Startbedingungen.

Scheitern der großen Koalition

Siehe auch den Hauptartikel Scheitern der großen Koalition

Am 27.03.1930 zerbrach die große demokratische Koalition (SPD, Zentrum, DDP und DVP). Die Parteien wollten die SPD von der Regierung verdrängt werden und der Reichspräsident Paul von Hindenburg versprach dem Zentrum, dass sie nach dem Auseinanderbrechen der Koaltion an die Macht gelangt. Dieses Versprechen des Reichspräsidenten war allerdings geheim und die SPD sollten nichts davon erfahren. Daher wurde die Ausarbeitung von der Arbeitslosenversicherung vom Zentrum als Grund verwendet, denn es konnte keine Einigung gefunden werden, um an die Macht zu kommen.

Präsidenialkabinett

Siehe auch den Hauptartikel Präsendialkabinett von Brüning

Viele Historiker sehen die Errichtung des Präsdenialkabinetts als Ende der Weimarer Republik an, weil die demokratischen Prinzipien ausgehobelt wurden und der Reichskanzler und Reichspräsident fast uneingeschränkt herrschen konnten. Der Reichspräsident besaß die meiste Macht und er konnte den Reichskanzler festlegen oder entlassen. Somit war der Reichskanzler nur eine "Marionette des Reichspräsidenten".

Siehe auch

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