Gendrift
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Gendrift bezeichnet den Zufall der bei der Entstehung von Genotypen eine große Rolle spielen kann. Dazu können vor allem Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Vulkanausbrüche, Erdbeben etc. führen. Gendrift ist nur in kleinen Populationen möglich. Die vorübergehend geringe Populationsgrüße - der so genannte Flaschenhalseffekt - tritt auch bei Räuber-Beute-Beziehungen und Organismen auf, die ausgeprägte Wechsel in der individuenzahl zeigen. Nach dem abrupten Schrumpfen der Population kann das erneute Wachstum nur mit dem genetischen Bestand der Überlebenden erfolgen. Die Wiederbesiedlung eines Lebensraums nach einer Naturkatastrophe geht manchmal von sehr kleinen Teilpopulationen aus, die in zufälliger Zusammensetzung in einem Zeil des Biotops überlebt haben. Diese Organismen müssen nicht unbedingt die größte Fitness haben, da Eigenschaften die zu einer größeren Fitness beitragen häufig nicht zu einer höheren Überlebenschance in der Katastrophe führen. Im Genpool dieser Gründerpopulation kann es also vorkommen, dass ehemals nachteilige Mermkale sich in der Population ausbreiten können, weil jetzt Konkurrenten oder Fressfeinde fehlen.
Beispiel: Auf einer Inselgruppe leben etwa 1600 Eingeborene und davon sind 5% blind. Die Ursache ist in der Gesichte der Inselbevölkerung zu finden. Viele Einwohner starben durch Wirbelstürme.
