Hauptmotive von Dantons Tod

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Das Hauptmotive der Handlung in Dantons Tod ist primär die gegensätzliche Ideologie von Robespierre und Danton, die sich auf die Zukunft der französischen Revolution beziehen.

Im folgenden findet ihr aber auch noch die individuellen Motive.

Inhaltsverzeichnis

Danton

  • Will die Terrorherrschaft beenden (Erkennt keinen Sinn, weiter zu schlachten).
  • Philosophie der Epikureer → Danton lebt seinen Massenkonsum öffentlich aus / Genuß des Lebens ohne Blutvergießen.
  • Er klagt Robespierre an, dass dieser das „Recht“ willkürlich benutzt.

Robespierre

  • Die Revolution wurde noch nicht vollständig durchgeführt → Die Terrorherrschaft wird somit weitergeführt.
  • Gutmensch: Gibt vor, ein reines Gewissen zu haben / Tugend-ideal: Laster müssen bestraft werden: Kein Lebensgenuss
  • Guillotine als Allheilmittel gegen politische Andersdenkende

Determinismus / Fatalismus-Brief

  • Menschen sind dem Zufall überlassen: Das menschliche Dasein sei marionettenhaft und wird von fremden Mächten gesteuert
  • Danton sieht die philosophische Erkenntnis des Determinismus als Gewissensberuhigung an: (Keine Verantwortung an seinem Handeln; Er sieht sich als Werkzeug fremder Mächten an, die ihn dazu gebracht haben → Danton gibt an, das er somit kein schlechtes Gewissen brauche, da er genötigt wurde diese Morde zu tun
  • Szene II. 5: Danton rechtfertigt sich, dass er gezwungen wurde, da er wie eine Puppe funktioniere; Er stellt sich nicht der Verantwortung, sondern beruhigt sein Gewissen
  • Allerdings flieht Danton nicht und stellt sich am Ende mit seinem Tod dennoch der Verantwortung!
  • Büchner sieht die philosophische Erkenntnis des Determinismus als moralische Verantwortung: Zwar hat der Einzelne keine Lösung auf das Problem; aber trotz des Zwanges muss der Einzelne sich der Verantwortung stellen
  • Szene II. 4: Danton stellt sich der Verantwortung für sein Handeln (er flieht nicht vor Robespierre); Er stellt in dieser Szene somit den Gedanken Büchners fest

Todessehnsucht / Dantons Langeweile

  • Georg Büchner verwendete diese Motive auch in anderen Werken (Bsp: Leonce und Lena) um seine Kritik an die Gesellschaft zu verstärken → Nur der Tod ist der Ausweg aus dem Determinismus / Die Langeweile ist ebenfalls ein zentrales Motiv bei Leonce und Lena

Lebensverhältnisse des Volkes und Dantonisten

  • Volk: Hunger, Armut, Prostitution, materielle Sorgen (Keine Kleidung) und harte körperliche Arbeit → Keine Veränderung durch die Revolution
  • Dantonisten: Genuss, Überfluss, Reichtum, Ausbeutung, Missbrauch, Luxus, Bildung → Profit durch die Revolution (Somit kein Rückhalt vom Volk)

Vergleich der Frauenrolle und Männerrolle

  • Frauen: Julie / Lucile sorgen sich sorglos um ihre Männer, sprechen liebevoll, sind von ihren Männern abhängig, gefühlsbetont → Rückhalt für ihre Männer; leben nur für ihren Partner bzw. opfern ihre Existenz für ihren Partner, stehen nur im Privaten
  • Julie:
    • Sie kann das Leid von Danton nicht ertragen (Akt II) → Will Danton in den Tod folgen (Starke Liebe)
    • Sie gibt Danton Kraft und Trost (Szene II, 3 / Szene III, 7)
    • Julie inszeniert ihren Tod künstlerisch (S. 80) → Sie stirbt nicht nur mit Danton sondern für Danton.
  • Lucile:
    • Verliebt, Naiv: Ihr Lebensinhalt: Ihr Mann / ihre Liebe (Szene II. 3)
    • Angst & Sorge Camille in den Tod zu folgen (Szene IV. 4)
    • Sie führt ihren eigenen Tod herbei (Szene. IV, 9 )
    • Lucile provoziert ihren Tod; besiegelt so ihr Schicksal (S.84, Z.18f.)
  • Männer: Danton / Camille sind Ichbezogen, sprechen sachlich und weniger gefühlsbetont, brauchen die emotionale Stärke der Frauen, vernuftsbestimmt, stehen in der Öffentlichkeit.
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