Hauptmotive von Törleß

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Inhaltsverzeichnis

Innerer Konflikt von Törleß

  • Törleß kann keine objektive Beschreibung von der äußerlichen Umwelt geben, da er seine Verwirrtheit sowie Probleme in der äußerlichen Umwelt sieht → Seine „innere“ Welt überträgt sich somit auf die „äußere Welt“ („diese grauen, trüben Schienen“ - Monotone Gefühle von Törleß)
  • Starker Gedankenstrom, wobei sich viele Gedanken überschlagen und oft unschlüssig klingen
  • Sprachlosigkeit: Törleß fehlen die Worte um seine inneren Vorgänge zu beschreiben → Worte sind zufällige Ausflüchte → Törleß ist begrenzt um seine Gefühle zu erwähnen → Verwirrtheit stellt sich ein
  • Konflikt von Erregt und Angewidert sein → Kann nicht urteilen, ob die Folter nun „gut“ oder „schlecht“ sei
  • Stark metaphorische und personifizierende Sprache → Törleß kann seine Gefühle nur durch Bilder beschreiben → oft nur düstere und negative Stimmungen
  • Reflexion über sich selbst → Törleß hört bei manchen Gesprächen nicht richtig zu und reflektiert über sich selbst
  • Sexuelle Anspielungen → Häufige sexuelle Bilder, die Törleß nicht deuten kann und ihn verwirrter machen
  • Fehlgeschlagener Versuch der Erkenntnissuche: (S. 87) → „Es war wie ein Erschrecken. Gerade über ihm leuchtete ein kleines, blaues [...] Loch zwischen den Wolken. [...] je weiter er hineindrang und sich mit den Augen hob, desto tiefer zog sich der blaue, leuchtende Grund zurück. [...] .. dieser Wunsch wurde quälend heftig.“ → Törleß will die Erkenntnis, aber kann sie nicht erreichen
  • Nihilistische Gedanken: „Der Himmel schwieg. Und Törleß fühlte, daß er unter diesem unbewegten, stummen Gewölbe ganz allein sei, er fühlte sich wie in kleines lebendes Pünktchen unter dieser riesigen, durchsichtigen Leiche.“ → Nihilismus („Gott ist tot“)
  • Konflikt zwischen Rationalität und Natur: Törleß will alles rational erkennen, allerdings sind seine emotionalen Bilder sowie Begeisterung vom mystischen Erlebnis (Unbewusst benutzt Törleß viele mystische Bilder), alles andere als rational.
  • Rationalität verdrängt Gefühle
  • Träume als unbewusste Wünsche → Törleß verarbeitet und philosophiert über die Bedeutung seiner Träume

Psychologische Überlegungen nach Sigmund Freud

  • Über-Ich: Gesellschaftliche Normen und Werte
  • Ich: Muss zwischen dem Über-Ich und den Trieben urteilen
  • Triebe: Unbewusste Triebe wie Wunsch nach Sexualität

Bezogen auf Törleß

  • Über-Ich: Gesellschaftliche Normen und Werte, die Törleß übernimmt → Basini stellt eine Bedrohung dieser Werte an (Basini, welches sexuelle Ausstrahlung verbreitet)
  • Ich: Im Konvikt schließt das „Ich“ die Triebe aus → seine Fantasien und Gefühle werden aus Angst durch Normen (Über-Ich) verdrängt → Verwirrungen entstehen: Das „Ich“ kann nicht zwischen Über-Ich und Triebe urteilen
  • Triebe: Törleß überträgt die Angst, („seine dunkle Seite“) auf Basini → Basini wird zum „Es“ bzw. Symbol des Lasters
  • Diese Überlegung erklären somit die Verwirrungen von Törleß: Törleß wird von der Gesellschaft gezwungen seine „unmoralischen Triebe“ (Homoerotische Sexualität) zu unterdrücken → Er kann nicht entscheiden was „richtig“ und „falsch“ ist.
  • Infantile Sexualität → Kinder entwickeln schrittweise ihre Sexualität

Kritik an die militärische Schulerziehung

  • In Törleß werden die Folgen der strengen Erziehung deutlich: Die Schüler werden grob und hinterfragen kein menschliches Leid und haben sogar Spaß → Folter wird zu einem Massenerlebnis (Folter in der Klasse)
  • Schule will diese Folgen nicht eingestehen und entlässt Kritiker des Schulwesens ohne eine richtige Lösung zu finden.
  • Reiting als Symbol des brutalen Offiziers → kein menschliches Leid erreicht ihn, sondern macht ihn noch stärker (Erfahrungen)
  • Emotionale Schüler müssen unter der Herrschaft von skrupellosen Schülern leiden (Basini und der Fürst unter Beineberg und Reiting)
  • Fehlverhalten der Lehrkräfte: Unfähigkeit auf Törleß einzugehen (Mathematisches Problem, letzte Szene, in der die Lehrkräfte Törleß nicht verstehen)
  • Menschen, die sich anders verhalten werden sofort verspottet und nicht integriert (Fürst verhält sich „weibisch“)
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