Inhaltsangabe von Törleß
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Der Roman die Verwirrungen des Zöglings Törleß ist ein Roman der Moderne, die Besonderheit und die Inhaltsangabe findet ihr im folgenden.
Besonderheiten des Romans
- Erscheinungsjahr: 1906
- Kein Traditioneller Roman: Roman aus der Moderne
- Epoche: Moderne
- Hintergrund: Musil verarbeitet seine Erlebnisse in einer Kadettenanstalt in dem Roman → seine psychologischen Erkenntnisse lässt er ebenfalls einfließen
Inhaltsangabe
- Der Roman beginnt an einem Bahnhof in irgendeiner abgelegenen kleinen Stadt → Törleß soll den verderblichen Einflüssen der Großstadt entfliehen und soll im Konvikt zu W. erzogen werden → Da es in der guten Gesellschaft zum guten Ton gehöre bzw. Bedingung für eine spätere Karriere
- Der Bahnhof der Anfangsszene lässt sich auf Törleß übertragen → Atmosphäre ist traurig und trostlos → Törleß fühlt sich einsam und leer
- Törleß ist zunächst von Heimweh geplagt („.. er sah alles nur wie durch einen Schleier“ (S.9)) und verliert das Interesse an die Schule und seine Mitschüler → täglich schreibt er Briefe an seine Eltern → Das Heimweh verschwindet , allerdings entwickelt sich eine große seelische Leere, die Törleß zu schaffen macht.
- Törleß lebt kurz auf, als ein Fürst in das Konvikt kommt (welcher von anderen Mitschüler ausgelacht wird), allerdings wird dieser entlassen, weil es zum Bruch zwischen Törleß und ihm kam und der Fürst gesellschaftlich nicht in das Konvikt passt.
- Törleß sucht nach Beschäftigung und schließt sich daher Beineberg und Reiting an, welche spezielle ideologische Prinzipien vertreten, denen Törleß nichts abgewinnen kann.
- Törleß kommt mit Beineberg von einer Konditorei und auf dem Weg zum Konvikt treffen sie die gealterte Prostituierte Bozena → Sexualität wird nun ein Thema → Bozena erzählt das ein Mitschüler von Törleß sie oft besucht → Beineberg und Reiting kommen zum Schluss, dass Basini, das Geld von Mitschüler stiehlt um die Dienste von Bozena in Anspruch zu nehmen
- Reiting und Beineberg beschließen Basini zu bestrafen → Allerdings wollen sie ihn nicht anklagen sondern als Versuchskaninchen missbrauchen (Törleß ist nicht davon angetan, da er lieber die öffentliche Anklage des Diebes verlangt)
- Basini wird durch Reiting und Beineberg physisch und sexuell gefoltert → von Törleß wird er psychisch gefoltert, da er wissen will, was Basini beim Diebstahl gefühlt hat bzw. was Basini für sexuelle Phantasien hat→ So konzentriert sich Törleß auf Basini, was zur Folge hat, dass Törleß unbewusst eine homoerotische Beziehung zu Basini aufbaut.
- Törleß befindet sich nun in einer Ich-Spaltung: Da er von den Folterungen durch Reiting und Beineberg einerseits erregt aber auch angewidert ist. Des weiteren entwickelt sich die unbewusste homoerotische Liebe von Törleß zu Basini weiter → die Realität nimmt er mit sexuellen Phantasiebilder auf und deutet sie so
- Diese Spaltung gipfelt in Törleßs Forderung nach Aufklärung von dem homoerotischen Verhältnis zwischen Basini und Beineberg/Reiting. Dabei lässt sich Törleß von Basini verführen und er entdeckt langsam seine Sexualität und die Verwirrtheit beginnt langsam abzuflachen.
- Törleß beginnt Basini vor den Intrigen Reitings und Beinebergs zu warnen → Er gibt ihm den Rat sich zu stellen um so weiterer Folter zu entgehen → Allerdings hetzen Beineberg und Reiting die gesamte Klasse gegen Basini. Die gesamte Klasse toben sich an Basini aus und es entsteht ein Schulskandal
- Törleß muss sich vor dem Lehrerkollegium rechtfertigen, allerdings ist im nun alles klar geworden und seine Verwirrtheit ist vorbei. Die homosexuelle Seite kann vertuscht werden. Allerdings versteht das Kollegium Törleßs Rechtfertigungen nicht und deswegen wird er vom Konvikt wie Basini auch entlassen.
- Törleß Mutter kommt ihm vom Konvikt abholen und erwartet einen verstörten Jungen → allerdings findet sie einen ruhigen und ausgelassen Jungen wieder
