Linguistisches Relativitätsprinzip

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Das Linguistisches Relativitätsprinzip besagt, dass die Sprache das Denken formt. Dabei geht es um die Frage, wie sich eine bestimmte Sprache mit ihren grammatischen Strukturen auf die Weltanschaungen der betreffenden Gemeinschaft auswirkt.

Definition

Die Theorie besagt, dass die Art und Weise, wie ein Mensch denkt, stark durch Grammatik und Wortschatz seiner Muttersprache beeinflusst oder bestimmt wird. Daraus folgt, dass es bestimmte Gedanken einer einzelnen Person in einer Sprache gibt, die von jemandem, der eine andere Sprache spricht, nicht verstanden werden können.

Beispiel der Theorie:
Benjamin Lee Whorf arbeitete als Inspektor bei einer Versicherungsgesellschaft. Dort untersuchte er Schadensfälle. Ein Kessel, der vorher Flüssigbrennstoff enthielt, war mit einer Aufschrift gekennzeichnet: „leer“. Es kam zu einer Explosion, weil die Arbeiter nicht an die Möglichkeit glaubten, dass ein leerer Behälter gefährlich sein könne. Das Wort „leer“ hatte ihnen die Möglichkeit genommen, an eine Gefahr zu denken. Eine relevante Information wäre gewesen: „Vorsicht! Kessel kann explosive Gase enthalten.“

Beispiel aus Orwells 1984: Die Sprache Neusprech aus dem Buch wurde künstlich konstruiert um Gedanken an einen Aufstand oder Revolution zu verhindern, weil den Menschen die Wörter dazu fehlen: Aus dem Wort "schlecht" wird "ungut" usw.

Nach dem Linguistisches Relativitätsprinzip sind somit Sprachen unübersetzbar.

Siehe auch

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