Organon-Modell

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Das Organon-Modell
Das Organon-Modell

Das Organon-Modell von Karl Bühler dient zur Veranschaulichung des Zeichenbegriff der Sprache.

Definition

Der Sprachtheoretiker Bühler kommt zu der Feststellung, dass die Leistung des sprachlichen Zeichens dreifach ist:

  1. Das Zeichen ist ein Symbol für Gegenstände und Sachverhalte. Es geht als um die Darstellungsfunktion. Diese Ebene sendet also die reine Informationm, die der Sender mitteilen will, an den Empfänger (z.B. Sachtexte, Anleitungen)
  2. Das Zeichen sagt aber auch was über den Sender aus. Bühler spricht von Ausdrucksfunktion, in der es um die Beziehung zwischen Sender und Empfänger geht. Das Zeichen ist als die Kundgabe des Empfängers, er will ein Gefühl oder eine Meinung vermitteln.
  3. Das Zeichen richtet sich aber auch an den Empfänger. Dies wird auch als Appelfunktion bezeichnet, wo das Zeichen als Signal wirkt. Es soll den Empfänger zu etwas auffordern. Die ersten kindlichen Laute gehören zu den appellativen Zeichen, mit dennen ein Baby etwa signalisiert, dass es gefüttert werden will.

Beispiel: Ein Ehepaar steht am Strand, der Mann hat ein paar Schritte ins Wasser getan, seine Frau beobachtet ihn vom trockenen Strand aus. Der Mann sagt: "Fühl mal, das Wasser ist heute so angenehm wie gestern."

Darstellungsfunktion: Die Temperatur im Wasser bleibt von gestern.
Ausdrucksfunktion: Das Wasser ist angenehm und gut.
Appellfunktion: Die Frau soll zu ihrem Mann kommen.

Siehe auch

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