Räuber-Beute-Beziehung
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Konkurrenzvermeidungsprinzip(-verminderungsprinzip)
Unter dem Konkurrenzvermeidungsprinzip versteht man, dass zwei Arten eine fast identische Lebensgrundlagen haben, sich jedoch in einem oder mehreren Bereichen, z.B. im Ort oder der Zeit der Nahrungssuche unterscheiden. Aber wiederum fressen beide Tiere die gleichen Insekten, aber ein Tier frisst Nachts und das andere Tagsüber. Das hat zur Folge, dass beiden Arten überleben und miteinander auskommen.
Konkurrenzausschlussprinzip
Unter dem Konkurrenzausschlussprinzip versteht man, dass zwei Arten exakt die gleichen Lebensgrundlagen haben und sich als Folge die Konkurrenzstärkere Art durchsetzt, während die konkurrenzschwächere Art in diesem Gebiet ausstirbt.
Lotka-Volterra-Regeln
Es gibt drei Lotka-Volterra-Regeln, die die Räuber-Beute Beziehung beschreiben:
- Räuber- und Beutedichte schwanken periodisch: viel Beute = viele Räuber, weniger Beute = weniger Räuber --> Die Beute kann sich bei wenigen Räubern stark vermehren, was wiederum zu einer starken Vermehrung der Räuber führt
- Die Menge der Beute übersteigt die Menge der Räuber: das muss so sein, da sonst der Räuber + die Beute aussterben würden
- Die Beutepopulation erholt sich vor der Räuberpopulation: siehe oben (Werden Insekten durch die Schädlingsbekämpfung bekämpft, erholen sich die Insekten dennoch schneller als die Räuber)
Tarnungsmöglichkeiten
Zu der Beziehung zwischen Räuber und Beute gehören auch die verschiedenen Möglichkeite der Tarnung:
- Tarntracht: Tiere passen sich mit ihrer Färbung der Umgebung an (z.B. Hase: Fell ist erdfarbig). Bei manchen Tieren ist die Färbung veränderlich (z.B. Chamäleon).
- Nachahmungstracht (Mimese): Tiere ahmen Gegenstände aus ihrer Umgebung nach (z.B. Spannerraupe: ähnelt einem Zweig)
- Schrecktracht: Abschreckung durch auffällige Körperzeichnung (z.B. Tagpfauenauge: Flügel mit augenähnlichem Muster)
- Warntracht: Auffällige Färbung z.B. schwarz-gelb als Warnung (z.B. Wespen).
- Scheinwarntracht (Mimikry): Wehrlose Tiere, die Tiere nachahmen, die sich wehren können (z.B. Fruchtfliegen ahmen Spinnen nach; Schwebfliegen ahmen Wespen nach)
- Aggressive Mimikry: Nachahmung eines wehrlosen Tieres um Fressfeinde anzulocken (z.B. Seeteufel ahmt durch Hautläppchen Druckwellen von kleinen Fischen nach, um größere anzulocken um diese anschlißend zu fressen)
Damit die aggressive Mimikry funktionieren kann, müssen jedoch einige Faktoren stimmen:
- Die Anzahl der Vorbilder muss größer sein als die Anzahl der Nachahmer.
- Es muss möglichst wenig Nachahmer geben -> wenig Konkurrenz untereinander.
- Es muss möglichst viele Nachkommen der Beute geben und somit viele die noch keine Erfahrung mit der Nachahmung gemacht haben.
- Das Aussehen muss nahezu identisch sein.
