Sicherung der Herrschaft
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Nach der Ernennung durch Hindenburg zum Reichskanzler am 30.01.1933 wollte Hitler seine Macht sichern, damit er sie nicht wieder verliert und er sich neu bemühen muss, dass er als Reichskanzler eingestellt wird.
Zerfall des demokratischen Rechtstaates
Kurz nach der Machterlangung wurde die Presseheit durch eine Notverordnung von Hindenburg (Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze des Deutschen Volkes) am 04.02.1933 eingeschränkt und diente dem beginnenden Wahlkampf zur Bekämpfung politischer Gegner der NSDAP.
Seit dem Februar 1933 agiert die, eigentlich verbotene, SA gegen politische Gegner, welche um ihr Leben fürchteten und den Aufstand gegen Hitler beendeten. Hitler konnte die SA sowie die Polizei bestimmen, da er das Innenministerium inne hatte. (Siehe auch Hitlers Machtergreifung)
Die demokratischen Rechte wurden, nach dem Reichstagsbrand am 27.02.1933, weiter eingeschränkt. Der Reichtag wurde angezündet und die Nazis fassten einen Kommunisten fest und sie legten ihm die Schuld zu. Daher wurde am 28.02.1933 die KPD verboten und die Reichstagsbrandverordnung erlassen, welche die Grundrechte sowie alle Freiheiten einschränkte bzw. außer Kraft setzte.
Diese Einschränkungen gipfelten in das Ermächtigungsgesetz, welches am 23/24.03.1933 erlassen wurde. Durch das Gesetz sei die Stabilität im Staat gewährleistet und Hitler konnte seine Aufgaben effektiver lösen, da er die Legislative nun inne hatte und seine Gesetze erlassen konnte, ohne das er erst auf die Mehrheit im Reichstag hoffen musste, damit das Gesetz durchgesetzt wird. Er versicherte zwar, dass der Reichstag miteinbezogen wird, doch hielt er sich nicht daran.
Am 07.04.1933 wurden Juden aus dem Beamtentum entfernt und dieses Gesetz wurde als Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamten bezeichnet. Somit konnte Hitler die, von ursprünglich jüdischen Menschen besetzen Stellen, durch seine politisch gesinnte Helfer ersetzen und sein Ziel zur Gleichschaltung der Gesellschaft besser erreichen:
März/April 1933 bis Januar 1934 wurden die Länder gleichgeschaltet, indem die SA durch brutale Methoden die Länderregierungen gezwungen wurden aufzuhören bzw. erlauben das die NSDAP die Regierungsgeschäfte übernimmt. Zusätzlich wurden die Gewerkschaften besetzt, welche als Parasiten der Bevölkerung bezeichnet wurden. Stattdessen wurde die Deutsche Arbeitsfront errichtet und somit hatte die NSDAP die Kontrolle über die Arbeiter.
Am 22.06.1933 wurde die SPD verboten und bis Juli 1933 lösten sich viele Parteien auf, weil sie entweder bedroht wurden oder ihre Ziele in der Regierung Hilters verwirklicht gesehen hatten. Da die Parteien sich auflösten bzw. einige verboten wurden, wurde am 17.07.1933 das Einparteiengesetz erlassen, welches andere Parteien verbietet und die NSDAP als Staatspartei deklariert. Damit hatte Hitler keine politischen Gegner mehr zu fürchten.
Am 30.06.1934 wurde die SA ausgeschaltet sowie viele politische Gegner wurden ermordet (Röhmputsch). Die SA verhalf zwar Hitler zur Machtsicherung, weil diese Gewaltaktionen gegen politische Gegner ausführten, doch sah sich die SA als Volksheer und galt somit als Konkurrenz zur Reichswehr. Zusätzlich forderte die SA nach sozialistischer Revolution, aber diese Sozialisierung bedrohte somit die alte Eliten bzw. Reichswehr. Hitler bangte somit um die Unterstützung der alten Elite in der Wirtschaft sowie Militär. Da Hitler die Reichswehr auf seiner Seite haben wollte, muss Hilter die SA ausschalten. Denn die Reichswehr war bereit unter Hitlers Kommando zu dienen, da Hitler ihre gewünschten Ziele erreichen will:
- Aufrüstung des Deutschen Militärs
- Revision des Versailler Vertrages
- Deutschland soll wieder eine Großmacht werden
Deswegen musste die SA aus dem Weg geräumt werden, da sie mit ihre sozialistischen Revolution die Beziehung der Reichswehr bedrohte. Hitler rechtfertigte den Röhmputsch damit, dass die SA die Nation bedrohen würde und damit sei die Ausschaltung gerechtfertigt. Damit ernannte Hitler sich selbst zum Obersten Gerichtsherr und hatte somit auch Kontrolle über die Justiz.
Am 02.08.1934 wurde die Reichswehr auf Hitler vereidigt, da Hindenburg gestorben ist und er vereinigte die Funktions des Reichskanzlers und Reichspräsidenten in seine Person.
Damit war Hitlers Herrschaft gesichert, da er die drei Gewalten unter seiner Kontrolle hatte und die Kontrolle über die Reichswehr besaß.
Nachdem seine Herrschaft gesichert war, konnte sich Hitler auf die Außenpolitik konzentrieren.
Sicherung der Herrschaft durch Ausschaltung
Hitler sicherte seine Herrschaft, indem er viele Institutionen ausschaltete oder austrickste:
Kirche:
- Envangelische Kirche: Deutsche Christen standen den Nazis nahe und Hitler versprach ihnen Schutz
- Katholische Kirche: Konkordat mit dem Vatikan
Ministerien, die nicht von der NSDAP besetzt waren:
- Nach einem halben Jahr, waren Sommer 1933 die meisten Ministerien meist von Nazis besetzt
Industrie:
- Unterschiedlich; da einige Industrielle Eliten die Machtherrschaft Hitlers duldeten
Medien:
- Gleichschaltung und Einrichtung eines Propagandaministeriums
- Verbot der Pressefreiheit durch die Reichstagsbrandverordnung
Gewaltenteilung:
- Exekutive: Am 30.01.1933 wurde Hitler zum Reichskanzler ernannt und hatte das Innenministerum inne
- Legislative: Am 23.03.1933 wurde das Ermächtigungsgesetz erlassen: Hitler konnte Gesetze ohne Reichstag erlassen
- Judikative: Nach dem Röhmputch ernannte Hitler sich selbst zum Obersten Gerichtsherr
Damit konnte seine Herrschaft keine Demokratie sein, weil es keine Gewaltenteilung mehr gab.
Sonstiges:
- Grundrechte sowie alle Freiheiten: schränkte Hitler am 28.02.1933 durch die Reichstagsbrandverordnung ein.
- Landesregierungen: schaltete Hitler gleich, indem er diese Regierungen mit Gewalt absetzt.
- Gewerkschaften: Hitler ließ diese besetzen und richtete seine eigene Gewerkschaft ein
- Reichspräsident: Starb am 01.08.1934
