Untergang der Weimarer Republik

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Dieser Artikel ist für den Grundkurs und Leistungskurs relevant.

Der Untergang der Weimarer Republik ist multikausal und somit spielen viele wichtige Faktoren eine Rolle, die zur Machtergreifung Hitlers geführt haben.

Inhaltsverzeichnis

Weltwirtschaftskrise

Am 24.10.1929 beginnt die Weltwirtschaftskrise mit dem Brösencrash an der New Yorker Börse. Dies wird auch als Schwarzer Freitag bezeichnet.

Die Deutschen bezahlten ihre Reperationzahlungen an die Siegermächte mit Krediten aus den USA. Nun fordertere die USA überall auf der Welt ihre Kredite zurück:

Deflationspolitik von Brüning 1930 um gegen die Krise zu wirken:

  • Nun hatten die Unternehmen kein Geld mehr für Investitionen
  • Um dagegen zu wirken wurden die Löhne gesenkt
  • Allerdings hatten somit die Haushalte weniger Geld für den Konsum zur Verfügung -> Die Nachfrage sinkt
  • Damit ist ein Angebotüberschuss da und niemand kauf diese Angebote
  • Unternehmen müssen entweder Arbeiter entlassen oder Konkurs anmelden

Seit der Weltwirtschaftskrise fanden die radikalen bzw. antidemokratischen Parteien starken Zulauf und die NSDAP verbesserte sich am 14.09.1930 von 2,6% auf 18,3% der Stimmen.

Scheitern der großen Koalition

Am 27.03.1930 zerbrach die große demokratische Koalition (SPD, Zentrum, DDP und DVP). Die Parteien wollten die SPD von der Regierung verdrängt werden und der Reichspräsident Paul von Hindenburg versprach dem Zentrum, dass sie nach dem Auseinanderbrechen der Koaltion an die Macht gelangt. Dieses Versprechen des Reichspräsidenten war allerdings geheim und die SPD sollten nichts davon erfahren. Daher wurde die Ausarbeitung von der Arbeitslosenversicherung vom Zentrum als Grund verwendet, denn es konnte keine Einigung gefunden werden, um an die Macht zu kommen.

Die DVP plante ebenfalls das Sprengen der großen Koalition, weil sie die SPD verdrängen wollten. Die SPD interpretierten den Zusammenbruch negativ:

  • Die SPD sei die stärkste Partei des Landes und wenn die Regierung fällt, dann kann es keine Demokratie mehr im Land geben
  • Das Regieren war schwer, weil es zuviele verschiedene Interessengruppen gab sowie Uneinigkeit zwischen den Parteien
  • Kritik an der Verfassung: Anpragerung der Ausnutzung der Artikel (z.B. Artikel 25)

Regierung Brüning

Nach dem Zerbrechen der großen Koalition beginnt das System der Präsidialkabinette bzw. Präsidilaregierungen. Mit Hilfe der Artikel 25 und 53 konnte ohne den Reichstag regiert werden, da Notstandsverordnungen erstellt wurden mit dennen regiert wurde. Der Reichstag hatte somit keine Bedeutung mehr und der Reichskanzler sowie Reichspräsident waren die letzten mächtigsten Instanzen.

Die erste Regierung die von Hindenburg eingesetzt wurde, war die Regierungs Brünings (Zentrum), da ihm durch die Sprengung der Koalition die Machtübergabe zugesprochen wurde.

Brüning arbeitete mehrere Pläne aus um Deutschland wieder zu erstärken:

  • Wirtschaftliche und finanzpolitische Ziel: Wirtschaftskrise überwinden
    • Maßnahmen:
  1. Streichung der Reperationen: Diese wurden durch die Deflationspolitik (Siehe oben) Dezember 1932 erreicht (Deutschland war nicht mehr in der Lage zu zahlen; Allierte waren bereit die Zahlungen zurückzunehmen)
  2. Deflationspolitik: Zwar wurden die Reperationszahlungen beendet, allerdings verschärfte sich die Weltwirtschaftskrise in Deutschland nochmal
  • Außenpolitisches Ziel: Klärung der Abrüstungsfrage
    • Deutschland soll wieder aufrüsten dürfen, obwohl der Versailler Vertrag dies verbietet
  • Verfassungspolitisches Ziel: Wiedereinführung der Monarchie

Tolerierungspolitik der SPD

Die SPD unterstützen die Regierung Brünings, obwohl diese Regierung undemokratisch war, weil:

  • die SPD die Auflösung des Parlaments verhindern wollte
  • Zusätzlich die Gefahr der NSDAP drohte (NSDAP erstärkte immer mehr und SPD verlor an Stimmen)

Desweiteren bestand die Gefahr, dass die Regierung der SPD in Preußen zusammenbrechen würde und somit würde die SPD komplett ihre Macht verlieren.

Reichspräsidentenwahl

Paul von Hindenburg war Kriegsheld-Sieger in der Schlacht von Tannenberg, welche gewonnen wurde, und somit war er stark beliebt im Volk. Von 1925-1931 war er Reichspräsident und 1932 wurde er wiedergewählt. Hindenburg mochte Hitler nicht, allerdings ernannte er später Hitler dennoch zum Reichskanzler. Zusätzlich war Hindenburg der Initiator der Dolchstoßlegende: Das Heer hätte den Krieg gewonnen, wenn es nicht von der Heimat (Sozialisten usw.) verraten worden wäre. Allerdings ist dies ein Widerspruch, denn Hindenburg forderte damals nach dem Waffenstillstand. Zwar zählt sich Hindenburg zu den Konserativen, aber er wollte Deutschland nur gutes tun und hat sich deswegen an die Verfassung gehalten.

1925 waren SPD und Hindenburg bei der Reichspräsidentenwahl noch Feinde, weil sie verschiedene Ansichten vertraten.

10.04.1932 wurde Hindenburg von der SPD mitgetragen, obwohl Hindenburg gegen die SPD war. Die SPD wollte verhindern, dass Hitler zum Reichspräsidenten gewählt wird. Denn Hindenburg war zwar konserativ, aber er unterstützte dennoch die Verfassung und somit die Demokratie.

Untergang der Republik

Siehe auch die Belastungsfaktoren der Weimarer Republik

Alle Anstrengungen der SPD brachten nichts, denn am 30.01.1933 wurde Hitler zum Reichskanzler ernannt.

Siehe auch

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