Vergleich der Theorien zum Spracherwerb
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Im Abitur sind drei Theorien für den Spracherwerb wichtig.
Inhaltsverzeichnis |
Gegenstandstheorie
Augustinus entwicktelte die Gegenstandstheorie zur Lösung des philosophischen Problem des Spracherwerbs.
Zentrale Aussage der Theorie
Warum lernt der Mensch sprechen?
- Nach Augustinus lernt der Mensch sprechen, weil der Wunsch besteht, sich mitzuteilen und damit ein Mitglied der Gesellschaft zu werden
Wie lernt der Mensch zu sprechen?
- Alle Wörter sind Namen, die man dadurch lernt, dass man auf die Gegenstände zeigt. Die Kenntnis der Bedeutung von Wörter besteht darin zu wissen, auf welche Gegenstände sie sich beziehen (Objekten sind Wörter wie Namensschildchen angeheftet)
Erklärung der Theorie durch das Modell nach Skinner (Behaviorismus)
- Ein Input (Reiz) wird erfahren und dadurch entsteht eine automatische Reaktion, welches den Outpunkt (Reaktion) darstellt
Beispiel: Ein Kind hört ein Erwachsen sprechen (Input) und das Kind erkennt automatisch welcher Gegenstand gemeint ist (Output)
Denkfehler der Gegenstandstheorie
- Das Kind darf bzw. kann dann nur über das Wortmaterial verfügen, das ihm frei gegeben wurde (Das Kind kann nur die Wörter beherrschen, die das Kind durch Erwachsene erfahren hat)
- Kind wird einem Sprachlerner von Fremdsprachen gleichgestellt; da das Kind die Gegenstände mit den Worten von den Erwachsenen erfasst, würde das Kind schon eine eigene Sprache besitzen, aber sie übersetzt diese in die Sprache der Erwachsenen
- Kind würde schon Vorverständnis besitzen; Nach der Benennung fragt nur der sinnvoll, der schon die Funktion kennt (Jemand der auf den König des Schachspiel zeigt und erkennt dass dies der König sei; erkennt, dass dies der König ist und somit eine hohe Funktion besitzt. Aber das zeigt, dass dieses Kind dieses Vorständnis (Also die Funktion des Königs) schon aufweisen müsste
Kritik:
Hier zeigt sich auch direkt die Kritik, denn das Kind kann erstens nur über das Wortmaterial verfügen, welches ihm beigebracht wurde. Außerdem kann man nicht jedes Wort durch ein Gegenstand erklären und das Kind würde schon über eine eigene Sprache beherrschen und übersetzt diese somit in die Sprache der Erwachsenen beim Lernen der Sprache. Man kann oft nur sinnvoll nur nach der Bedeutung eines Objekts fragen, wenn man die Funktion schon kennt.
Gebrauchstheorie
Wittgenstein kritisierte die Gegenstandstheorie und stellte eine eigene Theorie zum Spracherwerb auf.
Zentrale Aussage der Theorie
Warum lernt der Mensch sprechen?
- Nach Wittgenstein lernt der Mensch sprechen um neue Ereignisse erklären zu können.
Wie lernt der Mensch zu sprechen?
- Der Gebrauch eines Wortes wird erfasst durch Erkennen von Gemeinsamkeiten für die der Begriff verwendet wird.
- Somit stellt das Kind Verknüpfungen und Regeln auf
Zusammengefassung:
- Der Gebrauch eines Wortes gibt ihm seine Bedeutung
- Es gibt richtigen Gebrauch und falschen Gebrauch eines Wortes
- Kindern lernen nicht jedes einzelnde Wort, sondern allgemeine Regeln der Sprache, die sie auf neue, nie zuvorgehörte Wörter anwenden können
Erklärung der Theorie durch das Modell des Zwergenexperiments nach Spitzer
Die Worterfindungen "quangen" und "schmuffieren" existieren nicht, aber man kann diese Wörter dennnoch als Verb, Substantiv usw. definieren:
- quangen (Verb)
- Quangigkeit (Substantiv)
- Quanger (Person, die quangt)
- Quangchen (Verniedlichung, Diminutiv)
- quangiphobe (Adjektiv, jmd. der nicht gern quangt)
- quangophile (Adjektiv, jmd. der gern quangt)
- quangig, quangiger, am quangisten (Steigerung; Superlativ)
- Quangismus (Begrifflichkeit)
Bereits im Alter von 6 Jahren sind Kinder in der Lage die Wörter in dieser Form zu ergänzen.
Wichtigkeit des Sprachserwerbs nach Sapir
Nach Sapir ist das Lernen der Sprache grundverschieden zum Lernen des Gehens.
Lernen des Sprechens:
- Das Kind lernt sprechen, weil es in die Bräuche mitkultiviert wird bzw. ein Teil des Gemeinschaftswesen wird (Sollte es nie ein Gemeinwesen existieren, würde ein Kind niemals lernen zu sprechen)
- Beispiel: Wird ein Kind, welches in Deutschland geboren wurde, nach England gebracht, lernt das Kind die englische Sprache und das Lernen des Gehens bleibt wie immer
- Erworbene Fähigkeit der Zivilisation
Lernen des Gehens:
- Zivilisatorische Sitten oder Gebräuche spielen keine Rolle
- Biologischer Faktoren (Muskeln und Nerven) ermöglichen dem Kind zu gehen
- Der Mensch ist zum Gehen geboren worden; der Organismus besitzt alle Bedinungen die das Gehen ermöglichen
- Lässt kaum Unterschiede zu beim Lernen
- Erworbene Fähigkeit des menschlichen Organismus
