Verhältnis des denkenden Subjekts und der Erkenntnis
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Ein weiteres philosophisches Problem nebem dem Spracherwerb und dem Verhältnis von Sprache und Denken ist das Verhältnis des denkenden Subjekts un der Erkenntnis. Zwar gibt es auf der einen Seite das denkende Subjekt und auf der anderen Seite eine außerhalb des Denkens existierende Welt als Erkenntnis, aber so stellt sich die Frage, wie das Subjekt zur Erkenntnis der außer im existierenden Welt kommt.
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Kritik der reinen Vernunft
Auf diese umstrittende philosophische Frage, gab Immanuel Kant in seinem Werk eine komplizierte Antwort. Diese lässt sich ein wenig vereinfach darstellen: Das Erkenntnissubjekt empfängt aus der Welt eine unstrukturierte Gesamtheit von Sinneseindrücken, die dann der Verstand mit seinen Kategorien ordnet. Die Sinne empfangen also lediglich das Material der Erkenntnis, die eigentliche Erkenntnisarbeit leistet der Verstand, durch seine Kategorien erst denken wir die Welt. Allerdings bleibt die Frage offen, was genau denken ist. Ob das Denken von der Sprache unabhängig sei oder ob die innere Sprache sprachabhängig sei.
Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
Der Philosoph Johann Gottfried Herder stellte die These auf, dass das Denken auf die Sprache angewiesen sei. Ab dem 18. Jahrhundert stellte man sich die Frage, ob zwischen dem Subjekt und der Erkenntnis die Sprache steht und unsere Erkenntnisweise formt bzw. lenkt. Dieser Gedanke stellte eine provokante neue These auf, denn zuvor war die Gegenstandstheorie verbreitet, nach der die Sprache nur zum Gebrauch von Benennung von Gegenständen und Sachverhalten angesehen war.
Konsequenz dieser These
Nach dieser These wären die Menschen (Subjekte) in den Wörternund Satzbauplänen der Sprache gefangen und sie können ihr nicht entrinnen. Die Wirklichkeitsauffassung wäre abhängig von der Sprache. Ein Befürworter dieser These ist Whorf mit seinem Linguistischem Relativitätsprinzip.
